Klasse: Leotiomycetes → Ordnung: Helotiales → Familie: Erysphaceae
Synonyme: Microsphaera alphitoides, Microsphaera penicillata, Oidium alphitoides, …







Der Eichenmehltau (Erysiphe alphitoides) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt. Heute ist er nahezu überall zu finden, wo es Eichen gibt.
Vorkommen
Als Parasit befällt der Eichenmehltau bevorzugt junge Blätter der Stiel- und der Traubeneiche, ist aber auch auf Blättern von Esskastanien oder Rotbuchen zu finden. Er ist in Europa weit verbreitet und häufig zu finden. Die Fruktifizierung erfolgt in der Regel in den Monaten von Juni bis November.
Makroskopische Merkmale
Im Frühstadium bilden sich an den betroffenen Blättern zunächst zimtbraune Flecken und bald entwickelt sich auf der Blattober- und unterseite ein dichter, weißer Belag aus Pilzmycel, der bald das gesamte Blatt überzieht. Bei Reife bilden sich im Herbst winzige, ca. 0,2 mm große, schwarze Cleistothecien. Ein Cleistothecium ist eine Art geschlossener Fruchtkörper, in denen die Asci und Sporen produziert werden, die schließlich durch eine mechanische Zerstörung freigesetzt werden.
Speisewert / Toxikologie
Beim Eichenmehltau handelt es sich um einen Forstparasit, der vor allem junge Pflanzen erheblich schwächen kann.
Artabgrenzung
Es gibt zahlreiche Echte Mehltaupilze. Der Eichenmehltau ist ein sehr häufiger Vertreter, der auf Eichen gut zu identifizieren ist.
