Artenportrait
Gelbe Lohblüte var. flava (Fuligo septica var. flava)
Klasse: Myxomycetes → Ordnung: Physarales → Familie: Physaraceae




Die Gelbe Lohblüte var. flava (Fuligo septica var. flava) gilt als die häufigste Varietät der Gelben Lohblüte. Sie entspricht weitgehend dem typischen Erscheinungsbild der Art und zeichnet sich durch ihre kräftig gelben Fruchtkörper sowie die gelben Kalkablagerungen im Inneren aus.
Vorkommen
Der Myxomycet besiedelt dieselben Lebensräume wie die Typusform. Sie wächst auf Totholz, Rinde, Holzmulch, Sägespänen und anderen pflanzlichen Resten. Besonders häufig erscheint sie in Wäldern, Gärten, Parkanlagen und auf Rindenmulchflächen.
Die Fruchtkörper können vom Frühjahr bis in den Herbst hinein auftreten und entwickeln sich aus einem auffällig gelben, frei beweglichen Plasmodium.
Makroskopische Merkmale
In Form, Größe und Wuchsweise entspricht die Varietät flava weitgehend der Typusform. Die Fruchtkörper bilden große, kissenförmige bis unregelmäßige Aethalien mit einer zunächst schaumigen und später brüchigen Oberfläche.
Das wichtigste Merkmal der Varietät ist ihre durchgehend gelbe Färbung. Während bei der Typusform (var. septica) die Kalkablagerungen im Capillitium und Pseudocapillitium weiß ausfallen, sind diese bei var. flava deutlich gelb gefärbt. Dadurch erscheinen die Fruchtkörper insgesamt intensiver gelb und oft etwas kräftiger gefärbt als bei der Typusform.
Speisewert/Toxikologie
Myxomyceten gelten in Deutschland grundsätzlich als ungenießbar. Die Gelbe Lohblüte wird in Mexiko gegrillt oder gebraten als Delikatesse verzehrt. Dort wird sie übrigens als „caca de luna“ bezeichnet, was übersetzt Mondkacke bedeutet.
Artabgrenzung
Fuligo septica ist durch ihre großen, kissenförmigen Aethalien und das meist leuchtend gelbe Plasmodium gut kenntlich. Schwieriger wird die Ansprache bei den unterschiedenen Varietäten, die sich vor allem durch ihre Färbung unterscheiden.
Die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica) in ihrer gelben Form wird in zwei Varietäten aufgeliedert. Die Varität septica zeigt weiße Kalkplättchen / Kalkknoten und die Varietät flava gelbe Kalkplättchen / Kalkknoten im Capillitium. Die seltenere Varietät candida bildet dagegen weißliche bis cremefarbene Fruchtkörper mit weißen Kalkstrukturen aus. Bei der noch selteneren Varietät rufa sind die Fruchtkörper blass rötlich bis dunkel rotbraun gefärbt und das Capillitium zeigt rötliche Kalkablagerungen.
Da die Übergänge zwischen den Varietäten fließend sein können und ihre taxonomische Bewertung bis heute nicht einheitlich erfolgt, werden viele Funde lediglich als Fuligo septica im weiteren Sinne angesprochen.
