Maronen-Röhrling – Imleria badia

Viele hessische Pilzsammler haben die Hoffnung bereits aufgegeben. In Foren und auf Facebook wurde das Ausbleiben der beliebten Röhrlinge beklagt.

Und sie kommen doch! Am Wochenende haben wir Steinpilz, Marone und Co gefunden.

Aus diesem Anlass ist unser Pilz der Woche der Maronen-Röhrling (Imleria badia).

Vorkommen

Der Maronen-Röhrling (Imleria badia) ist in weiten Teilen Europas verbreitet und überall in Deutschland zu finden. Der Mykorrhizapilz bildet seine Fruchtkörper vor allem in Nadelwäldern und geht die symbiontische Verbindung bevorzugt mit Fichten und Lärchen ein. Je nach Witterung erscheinen die ersten Fruchtkörper bereits in den Sommermonaten. Das Hauptwachstum liegt jedoch in den Herbstmonaten von September bis November.

Makroskopische Merkmale

Der Hut des Maronen-Röhrlings hat in der Regel eine Größe zwischen 5 und 15 cm. Jung ist er halbkugelig und wölbt sich bei der Reife. Das Farbspektrum der bei feuchter Witterung schmierig-klebrigen Huthaut reicht von rotbraun bis kastanienbraun.

Arttypisch ist die auf Druck deutlich blauende Röhrenschicht. Jung sind die Poren creme-gelblich und verfärben sich mit zunehmender Reife oliv-grünlich. Bei ganz jungen Fruchtkörpern ist die Blaufärbung noch nicht stark ersichtlich.

Der mitunter stattliche und meist keulige Stiel ist gekennzeichnet durch eine eingewachsene braune Maserung auf einem helleren braun-gelblichen Grund.

Speisewert

Zum Speisewert muss wirklich nicht viel gesagt werden. Die Marone ist ein toller und ergiebiger Speisepilz, der geschmacklich dem Steinpilz sehr nahe kommt.

Hervorragend eignet sich der Maronen-Röhrling auch zum Trocknen und kann so über die pilzärmeren Monate helfen.

Verwechslungsgefahr

Am ähnlichsten sind dem Maronen-Röhrling die Steinpilze. So kann es zu Verwechslungen mit dem Steinpilz (Boletus edulis), dem Sommer-Steinpilz (Boletus reticulatus) und dem Kiefern-Steinpilz (Boletus pinophilus) kommen. Die unangenehmste Verwechslungsmöglichkeit ist jedoch zweifelsfrei der Gallen-Röhrling (Tylopilus felleus), der aufgrund seiner Bitterkeit schon so manches Pilzgericht verdorben hat.

Schreibe einen Kommentar