Sumpf-Haubenpilz – Mitrula paludosa

Der Sumpf-Haubenpilz (Mitrula paludosa) ist meist nur im Mittel- und Hochgebirge vertreten. Umso schöner ist es, dass er sich nun auch im Rhein-Main-Gebiet zu verbreiten scheint. Bislang konnten wir ihn an drei Stellen in Offenbacher und Frankfurter Wäldern finden.

Vorkommen

Der Sumpf-Haubenpilz bildet seine Fruchtkörper in den Monaten von April bis September aus, wobei der Schwerpunkt der Fruktifizierung im Frühling liegt. Zu finden ist er an Waldbächen, Quellen, Tümpeln, Mooren und in Gräben und scheint klares und langsam fließendes Wasser zu mögen. Als Saprobiont besiedelt er im Wasser befindliche Blätter, Holzreste und Zapfen. Im Hoch- und Mittelgebirge ist er verbreitet und im Flachland nur selten zu finden.

Makroskopische Merkmale

Die 2 bis 4 cm hohen Fruchtkörper sind keulenförmig und erscheinen häufig etwas eingedrückt. Das gelatinöse Kopfteil ist lebhaft dottergelb bis orangefarben. Der zerbrechliche Stiel ist im feuchten Zustand durchscheinend weiß und verfärbt sich bei Trockenheit etwas gelblich.

Bedeutung

Für den Menschen ist der Sumpf-Haubenpilz ohne unmittelbaren Nutzen. Allerdings ist er ein echt hübsches Fotomotiv und ein schönes Beispiel für die Vielfalt im Reich der Fungi.

Verwechslungsgefahr

Der Sumpf-Haubenpilz lässt sich leicht von anderen Arten abgrenzen.