Klasse: Agaricomycetes → Ordnung: Boletales → Familie: Boletaceae
Synonyme: Xerocomus porosporus, …






Düsterer Rotfußröhrling (Xerocomellus porosporus)
Der Düstere Rotfußröhrling (Xerocomellus porosporus) gehört zu den häufigeren Rotfußröhrlingen Mitteleuropas. Sein oft grau- bis olivbrauner Hut, die strohgelben Stiele mit düsteren Fasern und die meist nur schwachen Blauverfärbungen verleihen ihm ein insgesamt eher unauffälliges Erscheinungsbild.
Vorkommen
Xerocomellus porosporus ist ein Mykorrhizapilz verschiedener Laubbäume. Besonders häufig wird er unter Eichen gefunden. Die Fruchtkörper erscheinen vom frühen Sommer bis in den späten Herbst hinein in Wäldern, Parkanlagen und anderen gehölzreichen Lebensräumen.
Makroskopische Merkmale
Der Hut erreicht einen Durchmesser von etwa 3 bis 8 cm und ist zunächst gewölbt, später abgeflacht. Die Oberfläche ist fein filzig bis samtig und zeigt meist grau-, oliv- oder sepiabraune Farbtöne. Im Alter entstehen häufig Risse in der Huthaut, wobei das darunterliegende Fleisch meist keine oder nur schwach rötliche Farben zeigt.
Die Röhren sind zunächst gelb und verfärben sich später olivgelb. Auf Druck zeigen die Poren meist eine blaugrüne Verfärbung. Das Sporenpulver ist olivbraun.
Der Stiel ist zylindrisch bis leicht keulig und überwiegend strohgelb gefärbt. Charakteristisch sind die dunkleren, längs verlaufenden Fasern, die dem Stiel ein düsteres Erscheinungsbild verleihen. Im oberen Stielbereich kann eine rötliche Zone vorhanden sein.
Das Fleisch ist blass gelblich bis cremefarben. Nach Verletzung verfärbt es sich meist kaum blau, stattdessen treten häufig bräunlich-rötliche bis weinrötliche Töne auf, insbesondere in der Stielbasis.
Mikroskopische Merkmale
Speisewert/Toxikologie
Der Düstere Rotfußröhrling gilt als essbar, besitzt jedoch nur einen geringen Speisewert. Das Fleisch ist weich und ältere Fruchtkörper werden häufig von Schimmelpilzen und Insektenlarven befallen. Für Speisezwecke sollten ausschließlich junge und frische Exemplare gesammelt werden.
Artabgrenzung
Abzugrenzen sind vor allem andere Rotfußröhrlinge der Gattung Xerocomellus:
- Der Gemeine Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron) besitzt meist deutlich rötliches Fleisch in den Hutrissen sowie auffällige rote Stielpartien. Die Blauverfärbungen fallen meist schwächer aus.
- Der Starkblauende Rotfußröhrling (Xerocomellus cisalpinus) verfärbt sich an Druckstellen und im Anschnitt meist deutlich und kräftig blau. Er wächst besonders häufig bei Eichen.
- Der Bereifte Rotfußröhrling (Xerocomellus pruinatus) besitzt meist dunklere Hutfarben und kräftig gelbes Fleisch. Druckstellen verfärben sich meist deutlich blaugrün.
Typisch für Xerocomellus porosporus sind die grau- bis olivbraunen Farbtöne, die strohgelben Stiele mit dunklen Fasern, die meist fehlenden Rottöne in den Hutrissen sowie die häufig nur schwachen Blauverfärbungen.

