Pilz der Woche
Stachelsporiger Schildborstling (Scutellinia legaliae)
Klasse: Pezizomycetes → Ordnung: Pezizales → Familie: Pyronemataceae






Der Stachelsporige Schildborstling (Scutellinia legaliae) ist ein winziger, leuchtend rot gefärbter Becherling aus der Gattung der Schildborstlinge. Das Artepitheton legaliae ehrt die französische Mykologin Marcelle Le Gal, die sich intensiv mit den Becherlingen (Pezizales) beschäftigte. Der deutsche Name verweist auf die markanten, stacheligen Sporen, die ein wichtiges Bestimmungsmerkmal der Art darstellen.
Vorkommen
Der Stachelsporige Schildborstling wächst auf feuchten, offenen Böden. Er besiedelt vor allem unbewachsene oder nur spärlich bewachsene, feuchte Erdstellen in lichten Wäldern und kommt vom Hügelland bis in montane Lagen vor. Die Fruchtkörper erscheinen überwiegend zwischen Ende Mai und September.
Makroskopische Merkmale
Die scheibenförmigen ungestielten Fruchtkörper erreichen einen Durchmesser von 2 bis 3 mm, selten bis etwa 5 mm. Das Hymenium ist kräftig orangerot gefärbt, während die Außenseite detwas heller erscheint.
Der Becherrand ist dicht mit dunkelbraunen bis braunschwarzen, steifen Randhaaren besetzt, die dem Fruchtkörper das für die Gattung typische „bewimperte“ Aussehen verleihen. Auch die Außenseite trägt zahlreiche kürzere dunkelbraune Haare.
Mikroskopische Merkmale
Speisewert/Toxikologie
Aufgrund der winzigen Fruchtkörper besitzt der Stachelsporige Schildborstling keinen Speisewert. Angaben über Giftstoffe liegen nicht vor.
Artabgrenzung
Verwechslungen sind vor allem mit anderen Schildborstlingen (Scutellinia spp.) möglich. Eine sichere Differenzierung von Schildborstlingen ist meist nur mikroskopisch möglich.
Besonders ähnlich ist der Sternsporige Schildborstling (Scutellinia trechispora). Dieser besitzt jedoch anders geformte Sporenornamente. Die Warzen sind überwiegend zylindrisch und an der Spitze abgestutzt, während sie bei Scutellinia legaliae meist konisch bis leicht gebogen sind und an Haifischflossen erinnern.




