Liebe Pilzfreunde,

an dieser Stelle präsentieren wir Ihnen/ Euch unseren Pilz der Woche. Hierbei handelt es sich stets um aktuelle Funde, die in der Regel aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Fungiversum gefällt und freuen uns auf Ihr Feedback in unserem Gästebuch und auf Google.

Herzliche Grüße

Ihr Fungiversum-Team

Pilz der Woche

Halsband-Schwindling - Marasmius rotula

Die äußerst hübschen Hüte des Halsband-Schwindlings (Marasmius rotula) erinnern durch ihre intensive radiale Furchung an kleine Fallschirme. Eine Besonderheit zeigt sich auf deren Hutunterseite, wo die Lamellen, bevor sie den Stiel erreichen, zu einem Kollar (Halsband) verwachsen sind.

Vorkommen

Als Saprobiont besiedelt der Halsband-Schwindling abgestorbene Pflanzenreste und ist meist auf abgefallenen morschen Ästen und Zweigen zu finden. Als Substrat bevorzugt er Laubhölzer, vor allem die Rotbuche. Nur selten ist er auch an Nadelhölzern wie der Fichte zu finden. Die Fruchtkörper erscheinen meist in kleinen Gruppen zwischen Juni und November auf feuchten oder wechselnassen Böden.

Makroskopische Merkmale

Die kleinen Hüte erreichen meist nur einen Durchmesser von 1, selten bis zu 1,5 cm. Die tief radial gefurchten dünnhäutigen Hüte sind schwach genabelt, weiß und haben eine ockerbräunlich punktierte Hutmitte. Sie erinnern an kleine Fallschirme.

Die weißlichen Lamellen sind sehr entfernt stehend und, bevor sie den Stiel erreichen, zu einem kragenähnlichen Kollar (Halsband) verwachsen. Der hornartige und biegsame Stiel ist schwarzbraun gefärbt und hellt sich zur Stielspitze auf.

Bedeutung

Der Halsband-Schwindling ist für den Menschen ohne unmittelbaren Nutzen.

Verwechslungsgefahr

Als Verwechslungsmöglichkeit kommt vor allem das Käsepilzchen (Marasmius bulliardii)  in Betracht. Dieses unterscheidet sich durch die etwas kleineren und dunkleren Hüte sowie durch das Vorkommen auf abgefallenen Blättern, besonders auf Eichenblättern oder auf Fichtennadeln.

Der Verzehr von Pilzen birgt immer das Risiko einer Pilzvergiftung. Je nach Vergiftungssyndrom kann diese schwere und irreversible Organschäden verursachen und zum Tod führen!

Sammeln Sie für die Verwendung in der Küche ausschließlich Pilze, die Sie vollkommen sicher als Speisepilze identifizieren können. Bei dem geringsten Zweifel lassen Sie den Pilz im Wald stehen oder legen Sie den/ die fraglichen Fruchtkörper einem geprüften Pilzsachverständigen vor. Vertrauen Sie keinem selbsternannten Experten. Die Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wurden geprüft, bilden sich regelmäßig fort und können sich ausweisen.

Alle auf www.Fungiversum.de vorgestellten Pilze und die Angaben zum Speisewert enthalten keine Verzehrfreigabe. Diese kann ausschließlich nach persönlicher Begutachtung erfolgen.