Liebe Pilzfreunde,

an dieser Stelle präsentieren wir Ihnen/ Euch unseren Pilz der Woche. Hierbei handelt es sich stets um aktuelle Funde, die in der Regel aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Fungiversum gefällt und freuen uns auf Ihr Feedback in unserem Gästebuch und auf Google.

Herzliche Grüße

Ihr Fungiversum-Team

Pilz der Woche

Sumpf-Haubenpilz - Mitrula paludosa

Der Sumpf-Haubenpilz (Mitrula paludosa) ist meist nur im Mittel- und Hochgebirge vertreten. Umso schöner ist es, dass er sich nun auch im Rhein-Main-Gebiet zu verbreiten scheint. Bislang konnten wir ihn an drei Stellen in Offenbacher und Frankfurter Wäldern finden.

Vorkommen

Der Sumpf-Haubenpilz bildet seine Fruchtkörper in den Monaten von April bis September aus, wobei der Schwerpunkt der Fruktifizierung im Frühling liegt. Zu finden ist er an Waldbächen, Quellen, Tümpeln, Mooren und in Gräben und scheint klares und langsam fließendes Wasser zu mögen. Als Saprobiont besiedelt er im Wasser befindliche Blätter, Holzreste und Zapfen. Im Hoch- und Mittelgebirge ist er verbreitet und im Flachland nur selten zu finden.

Makroskopische Merkmale

Die 2 bis 4 cm hohen Fruchtkörper sind keulenförmig und erscheinen häufig etwas eingedrückt. Das gelatinöse Kopfteil ist lebhaft dottergelb bis orangefarben. Der zerbrechliche Stiel ist im feuchten Zustand durchscheinend weiß und verfärbt sich bei Trockenheit etwas gelblich.

Bedeutung

Für den Menschen ist der Sumpf-Haubenpilz ohne unmittelbaren Nutzen. Allerdings ist er ein echt hübsches Fotomotiv und ein schönes Beispiel für die Vielfalt im Reich der Fungi.

Verwechslungsgefahr

Der Sumpf-Haubenpilz lässt sich leicht von anderen Arten abgrenzen.

Der Verzehr von Pilzen birgt immer das Risiko einer Pilzvergiftung. Je nach Vergiftungssyndrom kann diese schwere und irreversible Organschäden verursachen und zum Tod führen!

Sammeln Sie für die Verwendung in der Küche ausschließlich Pilze, die Sie vollkommen sicher als Speisepilze identifizieren können. Bei dem geringsten Zweifel lassen Sie den Pilz im Wald stehen oder legen Sie den/ die fraglichen Fruchtkörper einem geprüften Pilzsachverständigen vor. Vertrauen Sie keinem selbsternannten Experten. Die Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wurden geprüft, bilden sich regelmäßig fort und können sich ausweisen.

Alle auf www.Fungiversum.de vorgestellten Pilze und die Angaben zum Speisewert enthalten keine Verzehrfreigabe. Diese kann ausschließlich nach persönlicher Begutachtung erfolgen.