Liebe Pilzfreunde,

an dieser Stelle präsentieren wir Ihnen/ Euch unseren Pilz der Woche. Hierbei handelt es sich stets um aktuelle Funde, die in der Regel aus dem Rhein-Main-Gebiet stammen.

Wir hoffen sehr, dass Ihnen unser Fungiversum gefällt und freuen uns auf Ihr Feedback in unserem Gästebuch und auf Google.

Herzliche Grüße

Ihr Fungiversum-Team

Pilz der Woche

Gelbe Lohblüte - Fuligo septica

Die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica) gehört zu den echten Schleimpilzen (Myxomyceten) und wird auch als Hexenbutter oder Hexenbutterschleimpilz bezeichnet.

Schleimpilze sind eigentlich keine Pilze, sondern einzellige Lebewesen, die in ihrer Lebensweise Eigenschaften von Tieren und Pilzen vereinen, aber zu keinem der beiden Reichen gehören. Alle Arten der Schleimpilze durchlaufen während ihres Lebens morphologisch sehr unterschiedliche Phasen von der mikroskopisch kleinen Zelle über mit bloßem Auge sichtbare, schleimige, amorphe Organismen bis hin zu teils ungewöhnlich auffällig gestalteten Fruchtkörpern.

Vorkommen

Die Gelbe Lohblüte ist weltweit verbreitet und in Deutschland aufgrund der auffälligen gelben Farbe überall häufig zu finden. Sie besiedelt verrottendes Holz, Rinde, Moos, verrottende Pflanzenteile oder den Waldboden selbst und bildet ihre Fruchtkörper in der Zeit von Mai bis Oktober aus.

Makroskopische Merkmale

Die sporenbildenden Fruchtkörper (Sporokarp) der Gelben Lohblüte sind schaumartig bis ästig und erreichen einen Durchmesser von 2 bis 20 cm und eine Höhe von bis zu 3 cm. Sie sind meist leuchtend gelb und nur recht selten weißlich oder cremefarben. Die Enden können auch grünlich erscheinen. Im Alter werden sie grauweiß und zerfallen schließlich bräunlich bis schwärzlich.

Speisewert

Die Gelbe Lohblüte wird in Mexiko gegrillt oder gebraten als Delikatesse verzehrt. Dort wird sie übrigens als „caca de luna“ bezeichnet, was übersetzt Mondkacke bedeutet.

Verwechslungsgefahr

Es gibt über 1000 Arten von Schleimpilzen und wahrscheinlich sind viele weitere Arten noch nicht beschrieben. Das Sporokarp der Gelben Lohblüte kann jedoch gut abgegrenzt werden.

Der Verzehr von Pilzen birgt immer das Risiko einer Pilzvergiftung. Je nach Vergiftungssyndrom kann diese schwere und irreversible Organschäden verursachen und zum Tod führen!

Sammeln Sie für die Verwendung in der Küche ausschließlich Pilze, die Sie vollkommen sicher als Speisepilze identifizieren können. Bei dem geringsten Zweifel lassen Sie den Pilz im Wald stehen oder legen Sie den/ die fraglichen Fruchtkörper einem geprüften Pilzsachverständigen vor. Vertrauen Sie keinem selbsternannten Experten. Die Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wurden geprüft, bilden sich regelmäßig fort und können sich ausweisen.

Alle auf www.Fungiversum.de vorgestellten Pilze und die Angaben zum Speisewert enthalten keine Verzehrfreigabe. Diese kann ausschließlich nach persönlicher Begutachtung erfolgen.