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Feuerstellenbecherling (Pyronema omphalodes)

Klasse: Pezizomycetes → Ordnung: Pezizales → Familie: Pyronemataceae

Synonyme: Peziza omphaloides, Aleuria omphalodes, Pyronema confluens, …

Der Feuertellenbecherling (Pyronema omphalodes) ist ein kleiner, meist gesellig wachsender Becherling, der vor allem auf Brandstellen zu finden ist. Die nur wenige Millimeter großen, orange- bis lachsfarbenen Apothecien wachsen dicht gedrängt und verschmelzen zu auffälligen kleinen orangefarbenen Platten. Das Artepitheton omphalodes bedeutet „nabelartig“ und bezieht sich auf die Form bzw. das Erscheinungsbild der Fruchtkörper.

Vorkommen

Der Feuerstellenbecherling besiedelt bevorzugt frisch entstandene oder noch wenig bewachsene Brandstellen und tritt dort meist in größeren, dicht gedrängten Gesellschaften auf. 

Makroskopische Merkmale

Die Fruchtkörper sind mit etwa 0,3–1 mm Durchmesser ausgesprochen klein und sitzen dem Substrat ohne Stiel an. Sie sind zunächst annähernd kugelig bis becherförmig, wachsen jedoch sehr dicht zusammen und agglutinieren zu kleinen, unregelmäßigen Platten.

Das Hymenium ist orange bis lachsfarben. Die Außenseite ist nur schwer erkennbar, da die Fruchtkörper dem Untergrund sehr eng anliegen. Häufig ist ein weißliches, spinnwebartiges Subiculum vorhanden.

Mikroskopische Merkmale

Speisewert/Toxikologie

Aufgrund der winzigen Fruchtkörper ist Pyronema omphalodes kein Speisepilz. Angaben über Giftstoffe liegen nicht vor.

Artabgrenzung

Innerhalb der Gattung Pyronema kommen zwei makroskopisch sehr ähnliche Arten vor. Der Großsporige Feuerbecherling (Pyronema domesticum) lässt sich vor allem anhand seiner deutlich größeren Sporen von P. omphalodes abgrenzen. Seine Sporen messen etwa 15–17 × 10–11,5 µm, während die Sporen von P. omphalodes mit etwa 11-15 × 6,5–8,5 µm im Durchschnitt kleiner sind.