Pilzseminare in 2023

Pilz-Bingo 2022

Rezeptideen für den Winter

Pilz der Woche

Orangeseitling - Phyllotopsis nidulans

Der Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans) ist mit seiner leuchtend orangegelben Farbe im Winterwald schon von weitem zu erspähen.

Vorkommen

Der Saprobiont besiedelt bevorzugt Stümpfe und Stämme von Fichten und ist auf Kiefern, Tannen und Buchen angeblich eher seltener zu finden. Nichtsdestotrotz finden wir ihn im Rhein-Main-Gebiet sehr gerne auch auf Kiefernstümpfen. Die Fruktifizierung erfolgt vom Spätherbst bis in den Frühling, wobei der Schwerpunkt eindeutig in den Wintermonaten liegt.

Makroskopische Merkmale

Die stiellosen, muschelförmigen Fruchtkörper sind seitlich am Substrat angewachsen und erreichen einen Durchmesser zwischen 4 und 10 cm. Die leuchtend orangegelbe Oberfläche ist striegelig filzig und verblasst bei Trockenheit und im Alter weißlich. Der Hutrand ist lange eingerollt. Die etwas gedrängt stehenden Lamellen sind wie der Hut gefärbt und bis zur Anwuchsstelle herablaufend. Es sind zahlreiche Zwischenlamellen zu erkennen und Gabelungen fehlen. Die Sporenpulverfarbe ist fleischrosa.

Das Trama ist dünnfleischig und zäh. Der Geruch ist bei frischen Fruchtkörpern angenehm süßlich fruchtig. Eingetrocknete und ältere Fruchtkörper sollen nach faulem Kohl riechen. Der Geschmack ist unangenehm muffig, jedoch nicht streng.

Speisewert / Toxikologie

Der Orangeseitling ist für den Menschen ohne unmittelbaren Nutzen.

Artabgrenzung

Mit seinem Habitus und seiner intensiven Färbung ist der Orangeseitling im Winterwald eigentlich kaum zu verwechseln.

Zu weiteren Artenportraits (klicken)

Der Verzehr von Pilzen birgt immer das Risiko einer Pilzvergiftung. Je nach Vergiftungssyndrom kann diese schwere und irreversible Organschäden verursachen und zum Tod führen!

Sammeln Sie für die Verwendung in der Küche ausschließlich Pilze, die Sie vollkommen sicher als Speisepilze identifizieren können. Bei dem geringsten Zweifel lassen Sie den Pilz im Wald stehen oder legen Sie den/ die fraglichen Fruchtkörper einem geprüften Pilzsachverständigen vor. Vertrauen Sie keinem selbsternannten Experten. Die Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wurden geprüft, bilden sich regelmäßig fort und können sich ausweisen. Alle auf www.Fungiversum.de vorgestellten Pilze und die Angaben zum Speisewert enthalten keine Verzehrfreigabe. Diese kann ausschließlich nach persönlicher Begutachtung erfolgen.