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Eichenzystidenrindenpilz - Peniophora quercina

Klasse: Agaricomycetes → Ordnung: Russulales → Familie: Peniophoraceae

Synonyme: Stereum tuberculosum, Kneiffia corticalis

Der Eichenzystidenrindenpilz (Peniophora quercina) gehört wie so viele Rindenpilze zu den gerne übersehenen Arten und das, obwohl er gar nicht mal selten und von Nahem betrachtet auch recht hübsch ist.

Vorkommen

Als Saprobiont besiedelt der Eichenzystidenrindenpilz bevorzugt Äste und Stämme von Eichen und seltener auch von Buchen. Die Fruktifizierung erfolgt ganzjährig.

Makroskopische Merkmale

Die Fruchtkörper wachsen resupinat an der Unterseite des Substrats. Zunächst bilden sich häutige Belage mit einem Durchmesser von 1 bis 5 cm, die dann zu ausgedehnten Flächen von bis zu 100 cm zusammenwachsen. Die graurosalila, rötlichbraune bis lilablaue Oberfläche ist zunächst relativ glatt und wird zunehmend höckrig. Der Rand ist häufig lose und gegebenenfalls etwas eingerollt vom Substrat abstehend. Die Randunterseite ist dann schwarzbraun zu sehen. Die Konsistenz ist im feuchten Zustand wachsartig, weichlich und zäh. Bei Trockenheit spröde, verkrustet und rissig.

Mikroskopische Merkmale

Speisewert / Toxikologie

Für den Mensch ist der Eichzystidenrindenpilz ohne unmittelbaren Nutzen. 

Artabgrenzung

Ähnlich ist der Lindenzystidenrindenpilz (Peniophora rufomarginata), der ausschließlich an Linde vorkommt und der Eschenzystidenrindenpilz (Peniophora fraxinea), der an Eschen und Liguster wächst.

Der Verzehr von Pilzen birgt immer das Risiko einer Pilzvergiftung. Je nach Vergiftungssyndrom kann diese schwere und irreversible Organschäden verursachen und zum Tod führen!

Sammeln Sie für die Verwendung in der Küche ausschließlich Pilze, die Sie vollkommen sicher als Speisepilze identifizieren können. Bei dem geringsten Zweifel lassen Sie den Pilz im Wald stehen oder legen Sie den/ die fraglichen Fruchtkörper einem geprüften Pilzsachverständigen vor. Vertrauen Sie keinem selbsternannten Experten. Die Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wurden geprüft, bilden sich regelmäßig fort und können sich ausweisen. Alle auf www.Fungiversum.de vorgestellten Pilze und die Angaben zum Speisewert enthalten keine Verzehrfreigabe. Diese kann ausschließlich nach persönlicher Begutachtung erfolgen.