Pilzseminare 2024 sind online

Pilzlehrwanderungen im Frühling

Rezeptideen für den Winter

Pilz der Woche

Fichtenzapfenhelmling - Mycena strobilicola

Klasse: Agaricomycetes → Ordnung: Agaricales → Familie: Mycenaceae

Synonyme: Mycena plunipes, Mycena majalis

Der Fichtenzapfenhelmling (Mycena strobilicola) gilt als eine Verwechslungsmöglichkeit der genießbaren und wohlschmeckenden Zapfenrüblinge. Der wissenschaftliche Name “strobilicola” bedeudet übrigens fichtenzapfenbewohnend und ist sehr treffend gewählt.

Vorkommen

Als Saprobiont hat sich der Fichtenzapfenhelmling auf Fichtenzapfen spezialisiert. Diese können noch gut erhalten oder schon weit verrottet und vergraben sein, so dass es mitunter aussieht, als würde er aus dem Waldboden wachsen. Die Fruktifizierung erfolgt nach der Schneeschmelze bis in das Frühjahr hinein.

Makroskopische Merkmale

Die Hüte des Fichtenzapfenrüblings erreichen einen Durchmesser von 1 bis 3 cm und sind jung von kegeliger bis glockiger Gestalt. Bei Reife verflachen diese und zeigen einen Buckel in der Hutmitte. Die Hutfarbe variiert von graubraun bis dunkelbraun. Der Hutrand ist leicht überhängend und etwas gerieft. Die jung weißlichen grauweißlichen Lamellen verfärben sich bald weißrosa, die Schneiden sind hell. Die leicht brüchigen Stiele sind grauweißlich bis graubraun gefärbt und an der Stielspitze meist etwas heller und bepudert. Die Stielbasis ist weißfilzig bis striegelig. Der Geruch ist chlorartig und der Geschmack mild und etwas rettichartig.

Mikroskopische Merkmale

Speisewert / Toxikologie

Der Fichtenzapfenhelmling ist ungenießbar und für den Menschen ohne unmittelbaren Nutzen.

Artabgrenzung

An Fichtenzapfen wächst ebenfalls der Lilaschneidige Helmling (Mycena purpureofusca), der im Hut, am Stiel und der Lamellenschneide violette Farbreflexe zeigt.

Der Fichtenzapfenrübling (Stobilurus esculentus) ist durch dessen knorpelig zähen und gelbbraun bis bräunlich gefärbten Stiel gut zu unterscheiden.

Zu weiteren Artenportraits (klicken)

Strobilurus esculentus - Fichtenzapfenrübling

Der Verzehr von Pilzen birgt immer das Risiko einer Pilzvergiftung. Je nach Vergiftungssyndrom kann diese schwere und irreversible Organschäden verursachen und zum Tod führen!

Sammeln Sie für die Verwendung in der Küche ausschließlich Pilze, die Sie vollkommen sicher als Speisepilze identifizieren können. Bei dem geringsten Zweifel lassen Sie den Pilz im Wald stehen oder legen Sie den/ die fraglichen Fruchtkörper einem geprüften Pilzsachverständigen vor. Vertrauen Sie keinem selbsternannten Experten. Die Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie wurden geprüft, bilden sich regelmäßig fort und können sich ausweisen. Alle auf www.Fungiversum.de vorgestellten Pilze und die Angaben zum Speisewert enthalten keine Verzehrfreigabe. Diese kann ausschließlich nach persönlicher Begutachtung erfolgen.