Sollte trotz aller Vorsicht auch nur der Verdacht einer Pilzvergiftung bestehen oder sich sogar schon Symptone einer Vergiftung zeigen, dann leiten sie umgehend die nachfolgend durch die DGfM beschriebenen Sofortmaßnahmen ein. Wichtig ist, dass Sie nicht in Panik geraten. Durch ein planvolles und und besonnenes Vorgehen geht keine Zeit verloren!

Morchella-Syndrom

Pilzgifte:

Die Giftstoffe, die das Morchella-Syndrom auslösen, sind bislang noch unbekannt. Fakultative Vergiftungen können nach dem Genuss frischer Morcheln auftreten. Getrocknete Morcheln sind nicht nur wohlschmeckender sondern auch bekömmlicher. Die Giftstoffe verflüchtigen sich wohl während der Trocknung der Fruchtkörper.

Giftpilze (keine abschließende Aufzählung):

Verlauf:

Häufig kommt es zu Überlappungen des Indigestions– und des Morchella-Syndroms, so dass die ersten Symptome des Indigestions-Syndroms bereits nach einer Latenzzeit von 15 Minuten einsetzen können.

Das eigentliche Morchella-Syndrom manfestiert sich in der Regel erst nach 12 bis 24 Stunden. Beeinträchtigt werden dann durch die unbekannten Giftstoffe vor allem Regionen des Kleinhirns und des Hirnstamms. Es treten die folgenden Symptome auf:

Zittern, Schwindel, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Muskelschwäche, Sehstörungen, Verwirrung, Erregung und Krampfanfälle.