Rotbraune Kohlenbeere – Hypoxylon fuscum

Klasse: Sordariomycetes → Ordnung: Xylariales → Familie: Xylariaceae

Synonyme: Annulohypoxylon fuscum, Hypoxylon bicoloratum, Hypoxylon porphyreum

Die Rotbraune Kohlenbeere (Hypoxylon fuscum) ist fast überall zu finden, wo es ältere Haseln gibt. Sie wird mitunter auch als Violettbraune Kohlenbeere bezeichnet.

Vorkommen

Als Saprobiont besiedelt die Rotbraune Kohlenbeere verschiedene Laubhölzer und bevorzugt hierbei vor allem Äste und Stämme von Haseln und Erlen. Die Fruktifizierung erfolgt ganzjährig.

Makroskopische Merkmale

Die halbkugeligen bis polsterförmigen Fruchtkörper der Rotbraunen Kohlenbeere erreichen einen Durchmesser von 3 bis 5 mm und sind breit am Substrat angewachsen. Anfangs sind sie bräunlich mit Purpurtönen und braunschwarz bis schwarz gefärbt. Die Perithecien sind mit dem Auge zu erkennen, durch diese ist die Oberfläche der Fruchtkörber rau und höckrig. Das Substrat wird meist rasig besiedelt und überzieht oft ganze Äste.

KOH-lösliche Pigmente verursachen eine gelb bis olivgrünliche Verfärbung.

Mikroskopische Merkmale

Speisewert / Toxikologie

Fur den Menschen ist die Rotbraune Kohlenbeere ohne unmittelbaren Nutzen.

Artabgrenzung

Grundsätzlich sind andere Kohlenbeeren der Gattungen Hypoxylon und Jackrogersella abzugrenzen. Makroskopisch fast nicht zu unterscheiden ist Hypoxylon porphyreum, die mikroskopisch kleinere Sporen zeigt und ausschließlich auf Eichen vorkommt.

Zu weiteren Artenportraits (klicken)

Jackrogersella cohaerens - Zusammengedrängte Kohlenbeere
Jackrogersella multiformis - Vielgestaltige Kohlenbeere
Kretzschmaria deusta - Brandkrustenpilz

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